Chronik des Reit- und Fahrvereins St. Landelin Altdorf e.V.

Wie jeder Verein, so hat auch der Reit- und Fahrverein St. Landelin eine gewisse Anlaufzeit gebraucht, bis es zur Vereinsgründung kam.

Erste Aufzeichnungen machte Franz Oswald, der damalige Schreiber der Vereinschronik im September 1955, als die Reitergruppe Altdorf / Ettenheim ihr erstes öffentliches Auftreten hatte. Doch bereits Jahre zuvor trafen sich an der organisierten Reiterei Interessierten immer wieder zum Gedankenaustausch über eine eventuelle Vereinsgründung. Anlässlich der ersten pferdesportlichen Veranstaltung in Altdorf war den Worten des Vorsitzenden des Reitvereines Kenzingen zu entnehmen - die Altdorfer Gruppe gehörte damals dem Reitverein Kenzingen an - dass die Altdorfer Gruppe zu diesem Zeitpunkt schon einundeinhalb Jahre bestand. Demzufolge darf die organisierte Reiterei in Altdorf auf das Frühjahr datiert werden.

 

Das erste pferdesportliche Ereignis in Altdorf begann mit einem Geländeritt, dessen Streckenführung durch das Altdorfer Ried verlief. Nachmittags zog, angeführt von der Altdorfer Musikkapelle, ein stattlicher Reiterzug zum Turnierplatz westlich der B3 auf den „süßen Matten“. Bürgermeister Ernst Beck begrüßte die Freunde des edlen Pferdesports und namentlich den Vertreter des Regierungspräsidiums, Herbert Wiedemann aus Lahr, sowie Landwirtschaftsrat Pflaum.

 

Josef Hunn aus Altdorf gewann des Geländeritt und somit den Wanderpreis. Erfolgreich waren bei diesem Turnier von der Altdorfer Gruppe weiter Berthold Geiger, Martha Oehler, Helga Beck und Dr. Rudolf Storch. Martha Oehler war es auch, die bei diesem Turnier bereits eine Voltigiergruppe, bestehend aus drei Mädchen und vier Buben, vorstellte.

 

Das zweite Turnier im September 1956, war bereits über zwei Tage verteilt. Den Geländeritt am Samstagnachmittag gewann mit null Fehlern, Eugen Müller aus Altdorf, bei einer Konkurrenz von 21 weiteren Reitern. Erfolgreich waren auch Josef Hunn, der in der Dressur Klasse A Dritter wurde. Bei der Dressur Jugend, wurde Ernst Breitsch, Altdorf, Erster. Dritter wurde Wolfgang Leser. Braitsch gewann auch das Jagdspringen Klasse A. Das Jagdspringen Klasse B gewann Dr. Storch; die Vielseitigkeitsprüfung Josef Hunn. Das waren große Zeiten für die Altdorfer Reiter. Sie hatten starke Konkurrenz, besonders aus Freiburg, Köndringen, Weisweil und Ichenheim.

 

Im Dezember 1956 wurde dann im Gasthaus Kranz in Altdorf der Reit- und Fahrverein St. Landelin gegründet. Der Verein, der bis zu diesem Zeitpunkt dem Reitverein Kenzingen angehörte, gab sich den Namen des irisch-schottischen Glaubensboten Landelin - auch Landolin geschrieben - der um das Jahr 640 in Altdorf lebte, dann in die Einsiedelei, dem jetzigen Ettenheimmünster zog und dort seiner Wundertaten wegen als Zauberer vom heidnischen Jäger namens Gisiko, dem Schloßherren der Gisenburg, ermordet wurde. Landelin wird nachgerühmt, dass der ein großer Tierfreund gewesen sei, zu dem alle Tiere des Waldes zutraulich und zahm waren.

 Die Wahl der Vorstandschaft erbracht folgendes Ergebnis:

Präsident: Freiherr von Türckheim; 1. Vorsitzender: Willi Sackmann; 2. Vorsitzender: Dr. Rudolf Storch; Schriftführer: Martha Oehler; Rechner: Nikolaus Burg.

Gemeinderat Helmut Kempf gratulierte dem Verein namens des verhinderten Bürgermeisters und sicherte die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu.

Im Jahre 1957 richtete der Altdorfer Reitverein ein Turnier in Grafenhausen aus.

 Bei der Hauptversammlung im März 1958 konnte Vorsitzender Sackmann feststellen, dass das erste Vereinsjahr bereits sehr erfolgreich war. Man beteiligte sich an Turnieren in Kenzingen, Weisweil und Kürzell. Als bester Reiter konnte sich Josef Hunn bei nahezu allen Turnieren auf den ersten Plätzen behaupten. Das Anliegen des Schatzmeisters Klaus Burg war die Schaffung eines Platzes mit Hindernissen und anderen notwendigen Einrichtungen. Damals schon beteiligte sich der Verein am Landolinusritt in Ettenheimmünster. Die Beschaffung einer Standarte war nach den Worten des Präsidenten, Freiherr von Türckheim, geplant, scheiterte jedoch an den finanziellen Möglichkeiten. Beim Reitturnier im Juni 1958 begeisterten Sulkyfahrer.

 Bei der Generalversammlung im März 1959 zählte der Verein 97 Mitglieder. Paul Keifel war der beste Sulkyfahrer des Breisgauer Reiterrings. Auf zwei weitere Jahre wurde die Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt. Beisitzer wurde Emil Galle, Josef Hunn, Karl Schwarz und Paul Geppert. Kassenprüfer wurden Fritz Kollefrath und Fred Boldt.

 Das 5. Altdorfer Reit- und Fahrturnier fand auf dem neuen Turnierplatz im Ried am 29./30. August 1959 statt. Bei der Jahreshauptversammlung im März stellte Präsident, Freiherr von Türckheim fest, dass es dem Verein an Reiternachwuchs mangle. Es sei nicht allein Aufgabe des Vereins Turnier durchzuführen, wichtiger sei es, den jungen Menschen zum Reiten und zur Liebe zum Pferde zu erziehen. Bei dieser Versammlung wurde auch festgestellt, dass der Verein sämtliche Darlehen beglichen habe.

 Das für Mai 1960 geplante Turnier musste wegen der Maul- und Klauenseuche auf den September verschoben werden. Die Reiterprüfung für Jungreiter gewann bei diesem 6. Turnier Hans Wagner. Bei der Dressurprüfung wurde Josef Hunn Erster. Wieder wirkte die Voltigiergruppe mit und viel Spaß hatten die Zuschauer bei Brautraub zu Pferd. Die Altdorfer Reiter, wie auch der Sulkyfahrer Paul Keifel konnten bei diesem Turnier noch weitere Erfolge erzielen.

 Die Jahreshauptversammlung 1961 brachte keine Änderung in der Vorstandschaft. Als Beisitzer wurde Alfons Edelmann hinzugewählt.

 Im Februar 1962 verstarb das Gründungsmitglied Karl Müller, der seine Pferde stets bei den Turnieren zur Verfügung stellte und auch sonst den Verein mit Rat und Tat unterstützte. Seiner gedachte man in der Generalversammlung im März. Gedankt wurde Karl Grunninger, der immer wieder sein Voltigierpferd zur Verfügung stellte.

 Durch den Wegzug des seitherigen ersten Vorsitzenden Willi Sackmann, wurde dessen Amt vakant. Für ein Jahr wurde Karl Schwarz Vereinsvorsitzender. Als Beisitzer rückte Hans Wagner nach. Der Verein hatte im Jahre 1962  Hundert Mitglieder. Beim Turnier im Mai konnten sich auch wieder die schon öfters erwähnten Altdorfer Reiter bewähren.

 Bei der Jahreshauptversammlung im März 1963 im Gasthaus St. Landelin gedachte man des verstorbenen Förderers Brauereibesitzer Emil Geiger. Da die Neuwahlen zu keinem Ergebnis gelangten, die Versammlung unter keinem guten Stern stand, traf man sich am darauffolgenden Sonntag wieder. Dieses Mal in der Schule, dem jetzigen Rathaus. Reitlehrer Paul Geppert berichtete zunächst über seine Arbeit bei der Reitschule Warendorf. In geheimer Wahl wurde Helmut Kempf zum ersten Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Eugen Müller, Schatzmeister Gerhard Striegel, Schriftführer Karl Hunn. Beisitzer wurden Karl Rietsche, Hans Wagner und Klaus Burg. Das Amt des Präsidenten wurde nicht mehr besetzt.

Trotz gewisser Schwierigkeiten setzte der Verein seine reiterliche Tätigkeit fort. Sehr zur Freude des Reitlehrers Paul Geppert wurden die Jugendreiter Annemarie Kölmel, Otto Geppert und Hans Späth für beachtliche Leistungen mit Plaketten ausgezeichnet. Trotz stärkster Konkurrenz konnten sich Altdorfer Reiter auch in anderen Disziplinen sehr gut behaupten. Theoretischer Unterricht war in jener Zeit allwöchentlich in der Eisgrotte der Brauerei Geiger.

 In der Hauptversammlung im März 1964 dankte Paul Geppert dem Fabrikant Ernst Beck aus Kippenheim für die Überlassung seiner Reitpferde. Vorsitzender Helmut Kempf konnte von beachtlichen Erfolgen Paul Keifels bei Turnieren im Ausland berichten. Bei dieser Versammlung wurde Josef Loosmann zum neuen Kassierer bestellt. Beim 9. Turnier am 2. / 3. Mai 1964 wurde erstmals das Nachtjagdspringen durchgeführt. 70 Pferde nahmen an diesem Turnier teil.

Bei der Hauptversammlung im April 1965 bedauerte Vorsitzender Helmut Kempf, dass der Verein am Ort zur Zeit über keine Reitpferde verfüge. Bürgermeister Beck dankte den Idealisten, die unter großen persönlichen Opfern den Reitplatz gestaltet hatten. Bei der Vorstandschaft gab es keine Änderungen. Der Verein zählt 162 Mitglieder und war einer der mitgliedstärksten im Breisgauer Reiterring.

Am 15. / 16. Mai fand das 10. Turnier statt, das dadurch in Erinnerung blieb, weil das Nachtjagdspringen beinahe einem schweren Gewitter zum Opfer gefallen wäre. Bei diesem Turnier wirkte der Reitverein Emmendingen mit seiner Voltigiergruppe mit. Damals zogen noch alle Reiterinnen und Reiter und Gespannfahrer unter dem Vorantritt der Altdorfer Musikkapelle zum Turnierplatz. Der vom Regierungspräsidium gestiftete Ehrenpreis wurde dem besten Altdorfer Nachwuchsreiter Hans Wagner zuerkannt. Ebenfalls einen Ehrenpreis bekamen die Gespannfahrer August Furtwängler und Karl Leser.

Im November 1965 starb unerwartet schnell der Vorsitzende des Vereins, Helmut Kempf. Am Grabe lobte Paul Geppert die treue Pflichterfüllung und Kameradschaft des nur 39 Jahr alt gewordenen Vorsitzenden. Worte des Gedenkens sprach auch der 2. Vorsitzende des Breisgauer Reiterrings, Dr. Gantert aus Freiburg.

 Nach dem Tod von Helmut Kempf leitete Rudi Kölmel bis zur Hauptversammlung im April 1966 den Verein kommissarisch. Kölmel sah durch den Rückgang des Pferdebestandes die ländliche Reiterei vor immer schwierigeren Aufgaben gestellt. Er rühmte die Tätigkeit des Reitlehrers Paul Geppert und dankte Karl Rietsche dafür, dass unter seiner Leitung die Voltigiergruppe ihre Aufgabe wieder aufgenommen habe. Das Pferd stellte Josef Loosmann zur Verfügung. Der Verein zählte 165 Mitglieder und verfügte wieder über drei Reitpferde. Einstimmig wurde Rudi Kölmel zum ersten Vorsitzenden gewählt. Schriftführer wurde Robert Wagner. Am 21. /22. Mai 1966 fand das 11. Turnier statt, das durch die Teilnahme zweier französischer Offiziere internationales Gepräge bekam.

 In der Hauptversammlung 1967 erwähnte Kölmel die vollständige Verlegung des Erdkabels für die Platzbeleuchtung. Der Verein verfügte über vier Reitpferde und drei Übungspferde. Die Neuwahlen, geleitet von Ratschreiber Klasterer erbrachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Rudi Kölmel, 2. Vorsitzender Eugen Müller; Schriftführer Robert Wagner, Schatzmeister Gerhard Striegel, Jugendleiter und Platzwart Karl Rietsche, Kassierer Josef Loosmann, Reitlehrer Paul Geppert, Vereinsveterinär Dr. Brenneisen. Dem Ausschuß gehörten an: Klaus Burg, Hans Wagner, Georg Meier und Peter Broßmer. Zu einem vollen Erfolg wurde das Turnier 1967. In diesem Jahr konnte der Verein günstig eine Übungshalle erwerben.

 In der Hauptversammlung im Mai 1968 teilte Vorsitzender Kölmel mit, dass der Verein einen Landauer erworben habe. Am 18. und 19. Mai 1968 war das nächste Turnier, an dem über 100 Pferde teilnahmen. Besondere Exclusivität erlangte dieses Turnier durch die Teilnahme des Oberbefehlshabers der französischen Streitkräfte in Deutschland, General Massu. Bürgermeister Beck und Vorsitzender Kölmel holten den Ehrengast mit einer Kutsche am Dorfeingang ab. Kölmel überreichte dem General ein Präsent und die jüngste Turnierteilnehmerin Gabi Burg einen großen Rosenstrauß. Der General dankte in deutscher Sprache für die Einladung und sagte, dass er nicht als Offizier, sondern als Reiterkamerad nach Altdorf gekommen sei.

 Bei der Generalversammlung im Juni 1969 wurde Rudolf Müller zum Schriftführer und Kurt Hauger zum neuen Beitragskassierer gewählt. Alle anderen Ämter verblieben wie bisher. In geheimer Abstimmung beschloss man den Jahresbeitrag von 4,-- DM auf 6,-- DM zu erhöhen.

Im Alter von 49 Jahren verstarb am 30.09.69 der ehemalige Vereinsvorsitzende Karl Schwarz. Rudi Kölmel gedachte seiner am Grabe mit Worten ehrenden und dankbaren Gedenkens.

 Am 23./24. Mai 1970 war das 15. Altdorfer Turnier, das wieder über 100 Pferde am Start sah. Erstmals entfiel der Reiterzug durch die Schmieheimer Straße zum Turnierplatz.

 Im Jahre 1971 fand kein Turnier statt. In der Hauptversammlung im Oktober 1971 kandidierte Rudolf Kölmel nicht mehr. 1. Vorsitzender wurde Dr. Rolf Brenneisen, 2. Vorsitzender Eugen Müller, Rechner und Kassierer Klaus Burg, Schriftführer Gerda Geppert, Jugendleiter Karlheinz Schönwald, Reitlehrer blieb Paul Geppert. Auf Beschluss des Vorstandes wurde Rudi Kölmel zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 Das 16. Turnier fand im Mai 1972 statt. Rudi Kölmel war als Turnierleiter tätig.

 Nach einer Unterbrechung von 2 ½ Jahren fand im März 1974 wieder eine Generalversamm-lung statt, die Ehrenvorsitzender Kölmel leitete. Er erwähnte, dass der Verein in den letzten zwei Jahren ein Tief zu überwinden hatte, dass jedoch die Verantwortlichen, vor allem der 2. Vorsitzende Eugen Müller und der Reitlehrer Paul Geppert unermüdlich weiter arbeiteten. Der bisherige Vorsitzende Dr. Brenneisen zog sich aus gesundheitlichen Gründen schon vor geraumer Zeit zurück. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Dieter Rügner, 2. Vorsitzender Eugen Müller, Schriftführer Wilfried Frank, Rechner Gustav Weber, Jugendwart Otto Geppert. Das nächste Turnier fand am 15./16. Juni 1974 statt. Bei herrlichem Wetter waren 140 Nennungen zu verzeichnen. Turnierleiter war wieder Rudi Kölmel. Erfolgreich nahm im Juli der Verein am Turnier in Glottertal teil, wobei besonders der Reiternachwuchs bestens überzeugen konnte. Es waren die Reiterinnen: Margrit Schwab, Marlene Geppert, Michaela Frank und Edith Griesbaum.

 Am 17.02.1975 starb allzu früh das aktive Mitglied Paul Keifel. Er wurde nur 46 Jahre alt. Paul Keifel hatte als Sulkyfahrer viele Erfolge für den Verein erworben. Er wird unvergessen bleiben. Anläßlich der Hauptversammlung im März 1975 wurde Paul Geppert und Eugen Müller durch den Vorsitzenden des Breisgau-Reiterringes, Dr. Hilkene, mit der Ehrenplakette des Landesverbandes ausgezeichnet. Vorsitzender Rügner teilte mit, dass der Turnierplatz durch Einlegung von Drainageröhren fertiggestellt ist. Vollendet wurde auch das Dressurviereck und der Parkplatz an der Wallburger Straße. Zu den oben genannten Jungreitern wurde auch Susi Kölmel, Albrecht Müller, wie auch der Gespannfahrer Paul Berner lobend erwähnt.

 Nach dreijähriger Pause fand am 2./3. September 1977 wieder ein Turnier statt. Es war das 18. Reit-, Spring- und Fahrturnier, an dem wieder 130 Pferde am Start waren. Turnierleiter war Günther Book aus Freiburg. Das Wetter war ideal und Beteiligung international.

 Im Mai 1978 starb Nikolaus Burg, Mitbegründer und erster Rechner des Vereines. Vorsitzender Rügner würdigte seine Verdienste um den Verein an seinem Grab. Die Fuchsjagd am 22.10.78 gewann eine Amazone: Rosemarie Gabelmann aus Altdorf.

 Im Mai 1979 starb unerwartet der Vereinsaktive Hans Wagner im Alter von erst 38 Jahren. Vorsitzender Rügner würdigte den Reiterkameraden an seinem Grabe und beklagte die große Lücke, die sein Tod im Verein einreißt. Nach zwei Jahren war im August 1979 das Altdorfer Turnier, an dem 190 Pferde am Start waren.

 Im Juli 1980 konnte der Altdorfer Gespannfahrer Paul Berner, der in Bötzingen an den Start ging, erneuten Ruhm für den Altdorfer Verein erringen. Beim Einspänner- wie auch beim Zweispänner-Hindernisfahren belegte er bei starker Konkurrenz jeweils den ersten Platz. Das 20. Reitturnier in der 25-jährigen Geschichte des Vereines fand am 13./14. September 1980 statt. Es verlief im üblichen Rahmen bei einer Meldung von 126 Pferden.

 Am 2. Mai 1981 fand die ordentliche Hauptversammlung im Gasthaus Kranz statt. Aus dem Rückblick des Vorsitzenden konnte entnommen werden, dass in den letzten Jahren die aktiven Reiter und Gespannfahrer Paul Berner, Otto Geppert, Albrecht Müller, Michael Jäger, Susi Kölmel, Margrit Schwab, Marlene Geppert sich an vielen Turnieren beteiligten und teilweise gute Platzierungen in den vorderen Reihen mit nach Hause bringen konnte.
Bei den anstehenden Neuwahlen zeigte sich Dieter Rügner bereit, für ein Jahr das Amt des 1. Vorsitzenden nochmals zu übernehmen. 2. Vorsitzender wurde wieder Eugen Müller, der dieses Amt schon viele Jahre inne hatte. Kassenwart wurde Hannelore Bär, Schriftführer Otto Geppert, Platz- und Gerätewart Karl Rietsche, Jugendwart Susi Kölmel. Beisitzer: Paul Berner, Bernhard Neumaier und Horst Huck. Der Beitrag wurde für Jugendliche bis 16 Jahre auf 6,-- DM, für Erwachsene auf 12,-- DM und für Familien auf 20,-- DM festgesetzt.

Im Hinblick auf das bevorstehende 25-jährige Vereinsjubiläum wurde ein Jubiläumsausschuss gegründet, sowie auch ein technischer Ausschuß in die 13 Personen gewählt wurden. Festgestellt wurde, dass der Reit- und Fahrverein St. Landelin sich voll in die Altdorfer Vereinsgemeinschaft integriert hat und bei allen Anlässen, angefangen von der Altdorfer Fasnet bis zum Landolinusritt in Ettenheimmünster stets aktiv mitwirkt. Seit Jahrzehnten kommt auch durch den Reitverein der Nikolaus mit seinem Gespann am Nikolaustag zur Freude der kleinen Altdorfer Bürger, zur Bescherung.

 Vom 28. bis 30. August 1981 feierte der Reit- und Fahrverein St. Landelin sein 25-jähriges Jubiläum, verbunden mit einem Jubiläumsturnier. Das Jubiläum wurde in einem größeren Fest gebührend gefeiert. Am Vorabend fand in der Münchgrundhalle ein Festbankett statt, bei dem verdiente Mitglieder geehrt wurden. Die Festansprache hielt Prof. Dr. Paul Rothmund, Präsident der Südbadischen Reit- und Fahrvereine aus Freiburg. Der Präsident würdigte die Aktivitäten des Reit- und Fahrvereines St. Landelin im allgemeinen und die Vertiefung der Liebe zum Pferd und der Natur im besonderen. Aus der Hand Prof. Dr. Rothmunds erhielten die bronzene Ehrennadel des Verbandes: Eugen Müller, Paul Geppert, Karl Rietsche und Rudi Kölmel. Dem Geschäftsführer des Verbandes Südbadischer Reit- und Fahrvereine, Karl Ruder (Lahr-Mietersheim) war es vorbehalten, Frau Martha Oehler zu ehren. Sie erhielt als Erste die Medaille des Pferdezuchtverbandes Südbaden. Folgende Funktionäre erhielten die bronzene Vereinsehrennadel: Otto Geppert, Paul Berner, Susi Kölmel, Albrecht Müller, Gerhard Striegel, Rudi Kölmel, Manfred Obert und Udo Ibach. Die silberne Vereinsnadel bekam Richard Müller. Mit der goldenen Vereinsehrennadel für 25-jährige Aktivität ausgezeichnet wurden: Eugen Müller, Paul Geppert und Karl Rietsche. Mit einer Urkunde und der neu geschaffenen Fehse wurden die Vereinsgründer Freiherr von Türckheim, Josef Hunn, Eugen Müller, Paul Geppert, Willi Sackmann, Martha Oehler, Rudolf Geiger, Josef Loosmann, Walter Drechsler, Hugo Schlager, Berthold Geiger, Dr. Erwin Leser, Karl Hunn, Gretel Glück, Julius Hauser, Rudolf  Storch, Karl Rietsche, Franz Kirner und Ernst Brucker, ausgezeichnet. Zu Ehrenmitglieder ernannt wurden: Julius Hauser, Josef Geppert, Alois Oswald und Hermann Hauser. Rudi Kölmel erhielt die silberne Ehrennadel. Musik- und Männergesangsverein umrahmten das Festbankett mit musikalischen und gesanglichen Darbietungen. Über die beiden Festtage wurde ausgezeichneter Pferdesport in zwölf einzelnen Prüfungen geboten. Festpräsident war der damalige Ortsvorsteher Fritz Klasterer.

 Bei der Jahreshauptversammlung im März 1982 war ein deutlicher Aufschwung erkennbar. Nicht nur die Tatsache, dass es die am besten besuchte Versammlung des Jahres war, auch auf sportlichem Gebiet hatte der Verein 17 aktive Reiter vorzuweisen. Bei den Neuwahlen war Dieter Rügner bereit, das Amt des 1. Vorsitzenden nochmals zu übernehmen. 2. Vorsitzender war Eugen Müller; Schriftführer: Bernhard Neumaier; Rechnerin: Hannelore Bär; Jugendwart: Susi Kölmel; Platzwart: Karl Rietsche.

Ende August 1982 fand das 22. Altdorfer Reit-, Spring- und Fahrturnier statt, das ein großes Teilnehmerfeld aufzuweisen hatte. Schon Ende der 70er-Jahre kam wiederholt der Ruf nach einer Reithalle auf. Zur Begründung wurde angeführt, dass eine Reithalle ganzjährigen Pferdesport, vor allem aber die Ausbildung ermögliche. 1980 gab es dann die ersten Aktivitäten mit Besprechungen, Begehungen und einer Bauvoranfrage, die allerdings abgelehnt wurde. Zu viele Widerstände in Bezug auf Naturschutz, Waldschutz und Feuchtgebiete stemmten sich dagegen. Damit war dem Vorhaben eine Zwangspause auferlegt.

 1983 wieder aufgegriffen schien das Vorhaben unter einem glücklicheren Stern zu stehen, denn die zuständen Behören zeigten Verständnis, wenn auch mit Auflagen.

In der Jahreshauptversammlung im November 1983 konnte der Vorsitzende Dieter Rügner die erfreuliche Mitteilung machen, dass die Bauanfrage positiv verabschiedet wurde. Damit gab es grünes Licht für das Vorhaben. Jetzt musste der Verein handeln, um auch die finanzielle Seite in den Griff zu bekommen. In der Versammlung im November 1983 kündigten sowohl der erste wie auch der zweite Vorsitzende ihren Verzicht auf eine Widerwahl an. Die Versammlung wählte als neuen 1. Vorsitzenden Rigobert Fischer, als dessen Stellvertreter Andreas Gihring. Schriftführer und Rechnerin blieben Bernhard Neumaier und Hannelore Bär. Ihre Ämter behielten auch  Susi Kölmel (Sportwart) und Karl Rietsche als Platzwart. Der bisherige Vorsitzende Dieter Rügner wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Als größtes Problem stellte sich nun die Finanzierung der in Aussicht genommenen Reithalle. Ein Angebot für die blanke Halle ohne Fundament belief sich auf 150.000,-- DM. Dazu stand ein Toto-Lotto-Zuschuß von 83.000,-- DM in Rede sowie ein geringer Betrag aus Eigenmittel. Die Gesamtkosten wurden mit 294.000,-- DM angesetzt. Dazu erwartete der Verein Spenden und Eigenarbeit, so dass letztlich noch Fremdmittel von 80.000,-- DM übrig blieben. Trotz der enormen Belastung entschied sich der Vorstand für den Bau und beauftragte das  Architektenbüro Gnädig, Kippenheim.

Als zweites großes Problem stellte sich die Standortfrage. Erst nach mehrmaligen Anläufen wurde der jetzige Standort ausgewählt und festgelegt, wozu allerdings Pappeln entfernt werden mussten. Der Gemeinderat gab grünes Licht zur Überlassung der Grundstücksfläche im Wege des Erbbaurechtes auf die Dauer von 50 Jahren (bis  31. Mai 2034). Der Erbbaurechtsvertrag wurde am 18. Mai 1984 vor dem Notariat Ettenheim geschlossen.

 Nach weiteren Gesprächen und Verhandlungen wurde der Standort der neuen Halle auf dem Riedgrundstück Flur StNr. 870, östlich der Blechhütte und südlich vom bisherigen Reitplatz festgelegt.

Ende des Jahres 1983 wurde mit dem Abholzen der fraglichen Fläche und im Frühjahr 1984 mit dem Errichten der Fundamente begonnen. Im Juli 1984 konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Im Sommer 1985 war es dann soweit, es konnte die Einweihung gefeiert werden. Schon beim Richtfest wurde der freiwillige Arbeitseinsatz der Mitglieder ganz besonders gelobt werden. Dort wurden schon über 3100 Helferstunden geleistet. Besonders verdient macht sich „Oberbauleiter“ Hansjörg Herr, dessen berufliche Erfahrung dem Verein zugute kam.

Zur Einweihung der neuen Reithalle, die am 8. und 9. Juni 1985 stattfand, gab der Verein eine separate Festschrift heraus, in der alle wichtigen Stationen festgehalten sind. Ein dickes Lob verdienten sich auch Karl Rietsche und Erwin Hessemann.

 Nun war es geschafft und der Verein konnte die neue Halle in Besitz nehmen und den Betrieb anlaufen lassen. Dieser Tag galt als Meilenstein in der annährend 30-jährigen Geschichte des Vereines.

 Am 7./8. September 1985 fand bereits das 23. Altdorfer Reit-, Spring- und Fahrturnier statt, das wieder viele Reiterinnen und Reiter anzog. Neben spannender Springen fanden auch Reiterprüfungen und Ein- und Zweispänner-Geschicklichkeitsfahren statt.

 Am 24. Januar 1986 fand die nächste Jahreshauptversammlung statt mit einem Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr. Dabei wurde bekannt, dass die neue Reithalle mit allen Nebenkosten mit 304.000,-- DM abgerechnet wurde. Aus dem aufgenommenen Darlehen erwachsen dem Verein jährlich 8.000,-- DM Belastung.

Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Rigobert Fischer, 2. Vorsitzender Karl-Heinz Klumpp, Schriftwart: Bernhard Neumaier, Kassenwart: Hannelore Bär, Sportwart: Susi Kölmel, Platzwart: Karl Rietsche. Zu Ehrenmitglieder ernannt wurden: Willi Sackmann, Gründungsmitglied und zeitweilig 1. Vorsitzender sowie Franz Xaver Stückle.

 Am 30./31. August 1986 fand das 24. Altdorfer Reit-, Fahr- und Springturnier statt, das mit 240 Pferden und über 600 Nennungen eine Spitzenbesetzung aufzuweisen hatte. Ein Jahr später folgte das 25. als Jubiläumsturnier.

 In der nächsten Jahreshauptversammlung im März 1988 zog der Reit- und Fahrverein eine positive Bilanz für das vergangene Jahr, konnte doch an der Reithalle einiges ergänzt und eine Beregnungsanlage installiert werden. Bei den Neuwahlen wurde die Führungsspitze mit Rigobert Fischer als 1. und Karlheinz Klumpp als 2. Vorsitzender einmütig wiedergewählt. Zur Kassenwartin wurde Susanne Klumpp und als Schriftführer Christoph Teubner gewählt. Susanne Kölmel als Sportwartin und Karl Rietsche als Platzwart behielten ihre Ämter.

Josef Loosmann wurde zum Ehrenmitglied ernannt und die bisherige Kassenwartin Hannelore Bär mit besonderem Dank und einem Präsent verabschiedet.

 Im Jahre 1988 plante der Verein den Ausbau des Reiterstüble´s als Aufenthaltsraum und erhielt dazu von der Stadt die Bauholzlieferung. Das 26. Altdorfer Reit-, Spring- und Fahrturnier am 27./28. August 1988 sah Altdorf wieder ganz im Zeichen des Reitsportes. Mit 697 Nennungen waren nicht weniger als 283 Pferde am Start. Nicht viel weniger waren es beim 27. Turnier im August 1989.

 Einen Rückgang verzeichnete das Turnier im August 1990, was man darauf zurückführte, dass in der Region zwei Turniere parallel stattfanden.

 Zur großen Überraschung der Vereinsmitglieder trat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Januar 1991 der bisherige 1. Vorsitzende Rigobert Fischer von seinem Amt zurück aufgrund fehlenden Rückhalts im Vorstand. Schließlich wurde bekannt, dass der Verein Verbindlichkeiten habe. Der 2. Vorsitzende Eugen Schaub wurde beauftragt, den Verein bis zur nächsten Jahreshauptversammlung kommissarisch zu leiten. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung im März 1991 wurde versucht die Wogen durch den Rücktritt Rigobert Fischer´s zu glätten. Nicht zu verhehlen war die finanzielle Schräglage des Vereins, die durch Mehrkosten bei dem Ausbau der Reithalle entstanden sind. Schließlich wählten die Mitglieder den bisherigen zweiten Vorsitzenden Eugen Schaub zum Ersten und Manfred Becher zum stellvertretenden Vorsitzenden. Alle übrigen Vorstandsmitglieder behielten ihre Ämter, in die sie auf zwei Jahre gewählt wurden.

 Infolge Erkrankung des 1. Vorsitzenden Eugen Schaub musste schon beim 29. Reit- und Springturnier am 24./25. August 1991 dessen Stellvertreter Manfred Becher amtieren. Das Turnier fand trotzdem eine gehörige Resonanz und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.

 Bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1992 gab es Rückblicke auf ein hartes Jahr. Eine schwere Krankheit zwang den 1. Vorsitzenden seine Funktion ruhen zu lassen. Finanziell hatte sich der Verein wieder erholt. Im Rahmen der Versammlung wurde das langjährige, sehr aktive Mitglied Karl Rietsche geehrt. Rietsche ist bereits Träger der goldenen Vereinsehrennadel und Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Aus der Hand des Vorsitzenden der Reit- und Fahrvereine Südbadens, Karl Ruder, erhielt er die Verbandsehrennadel in Bronce.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Manfred Becher zum 1. und Heinz Barz zum Stellvertreter, Anja Grunow zur Schriftführerin und Susanne Klumpp zur Rechnerin gewählt.

 Im April 1992 wurde erstmals ein Fuhrmannstag durchgeführt, der einen guten Start zu verzeichnen hatte. Die zahlreichen Zuschauer bestaunten die Geschicklichkeit der Pferde und ließen den Fuhrmannstag zu einem schönen Erfolg werden. Hierbei ging es um exaktes Pflügen oder Stammholzschleifen, zu dem die Pferde früher herangezogen wurden. Am 29./30. August 1992 fand das 30. Altdorfer Reit- und Springturner auf dem idealen Platz im Ried statt. Dazu hatten wiederum 238 Reiterinnen und Reiter sich mit ihren Pferden für 708 Nennungen gemeldet.

 Die Jahreshauptversammlung im März 1993 berichtet von einem erfolgreichen Jahr. Erfreut konnte der 1. Vorsitzende vermelden, dass ein neuer Reitlehrer in der Person von Günther Kolb gewonnen wurde. Becher hatte jedoch auch Grund zur Klage über mangelnde Mitarbeit. Am 25. April 1993 wurde bereits der zweite Fuhrmannstag ausgerichtet. Er hatte einen Rekordbesuch mit viel Abwechselung zu bieten. Ein vorangestellter Feldgottesdienst mit Pferdesegnung verfehlt seine Anziehungskraft nicht. Neben den Fuhrmannstagen wurden auch die Reit- und Springturniere weiter forciert. Am 28./29. August 1993 fand das 31. und ein Jahr später das 32. Reit- und Springturnier statt. Die unbestrittenen Höhepunkte in diesen Jahren waren, die zuletzt mit mehr als 20 Prüfungen und Nennungen zwischen 800 und 1000 aufzuweisen hatten.

 Ein erneutes Tief zog am Vereinshimmel im Jahre 1994 auf. Trotz positiver Berichte im reitsportlichen wie auch im finanziellen Bereich erklärten alle Mitglieder des Vorstandes in der Jahreshauptversammlung ihren Rücktritt. Bei den Neuwahlen konnte trotz großer Bemühungen weder das Amt des 1. noch des 2. Vorsitzenden besetzt werden. Dies gelang erst in einer späteren außerordentlichen Versammlung. Dabei wurde dann Paul Schludecker zum 1. und Reiner Zitzlaff zum 2. Vorsitzenden gewählt. In der Jahreshauptversammlung 1994 wurde Lieselotte Zeiser als Schriftführerin und Regina Berger als Rechnerin gewählt. zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Adolf Penisch, Alfons Edelmann, Otto Müller und Fritz Klasterer.

 Aus den Berichten war zu entnehmen, dass der Verein in den Jahren 1993/1994 ein Stallgebäude mit acht Boxen mit einem Kostenaufwand von rund 50.000,-- DM angebaut hat. Außerdem wurden die Stromverstärkeranlage und die Flutlichtanlage ergänzt und das Reiterstüble ausgebaut. Vom Sportbund wurde ein Zuschuss von 14.500,-- DM gewährt und die Vereinsmitglieder erbrachten wiederum Eigenleistungen im beachtlichen Wert von 40.000,-- DM. Eine hohe Ehrung wurde 1994 dem langjährigen Reitlehrer Paul Geppert mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel des Südbadischen Reiterverbandes zuteil. Alles in der fast vierzigjährigen Geschichte des Vereines dagewesene stellte das 33. Reit- und Springturnier mit 360 Reiterinnen und Reiter und über 1.500 Nennungen in den Schatten. Ein Züchterritt mit etwa 40 Teilnehmern rundete das Jahresprogramm ab. Daran nahmen zahlreiche elsässische Reiterfreunde teil. Bürgermeister Metz und Ortsvorsteher Hug gaben beim Rathaus einen Empfang für die Teilnehmer.

 Im April 1996 feierte der Reit- und Fahrverein St. Landolin sein 40-jähriges Bestehen. Leider fand das Festbankett in der Reithalle nur wenig Resonanz. Dem Geschäftsführer des Südbadischen  Pferdesportverbandes, Karl Ruder (Lahr-Mietersheim) war es vorbehalten, verdiente Vereinsmitglieder zu ehren. Mit der silbernen Verbandsehrennadel wurden ausgezeichnet: Eugen Müller, Martha Oehler, Rudolf Geiger, Josef Hunn, Paul Geppert und Karl Rietsche. Die bronzene Verbandsehrennadel erhielten Paul Berner, Berthold Geiger, Karl Hunn, Anton Bauer und Hansjörg Herr.

Bei der Jahreshauptversammlung 1996 erhielt der 1. Vorsitzende Schludecker einen großen Vertrauensbeweis. Sein Stellvertreter wurde Thomas Sillmann, Schriftführerin: Lieselotte Zeiser, Rechnerin: Regina Berger.

Im August 1996 veranstaltete der Reit- und Fahrverein St. Landolin erstmals einen Reitertag, bei dem Dressurprüfungen, Reiterwettbewerbe und die Vereinsmeisterschaften im Holzschleifen neben Springprüfungen der Kl. E geboten wurden. Motor und Aushängeschild waren die Fuhrmänner mit Paul Schludecker, der mit seinen Pferden sogar in Bremen zu Gast war und dort beim Wettpflügen einen ersten Platz belegen konnte. Darüber berichtete Horst Lukesch in der Jahreshauptversammlung 1998. Die anstehenden Neuwahlen konnten zügig abgewickelt werden und zeigten das Vereinsschiff wieder in ruhigeren Gewässern als vor vier Jahren. 1. Vorsitzender blieb Paul Schludecker. Seine Stellvertreterin wurde Claudia Fölsch. Die arbeitsintensiven Posten der Schriftführerin behielt Lieselotte Zeiser und den der Rechnerin Regina Berger. Zu Ehrenmitgliedern wurden Klemens Mellert und Eugen Hunn ernannt.

Einen Sportlichen Erfolg erzielte auch Thomas Röderer der bei ORR den 3Platz bei den Allround-Reiter erreichte

Im Jahre 1999 veranstaltete der Reit- und Fahrverein St. Landolin ein weiteres Reitturnier, kombiniert mit einem Fuhrmannstag und den Badischen Meisterschaften der Fuhrleute. Bereits im folgenden Jahr gab es eine Neuauflage mit den Zweiten Badischen Meisterschaften für Fuhrleute. An beiden Veranstaltungen nahmen Fuhrleute mit ihren Gespannen aus dem ganzen Land und darüber hinaus, sogar aus Frankreich, teil. Das Programm wurde bereichert mit einem Pferdemarkt, Ausstellung mit alter Handwerkskunst und einem großen Show-Programm „Barock-Pferde, Pferde unter dem Sattel und angespannt“. Diese Großveranstaltung lockte Tausende von Zuschauern an und der SWR sandte sogar ein Fernsehteam nach Altdorf, um davon zu berichten zu können.

Ebenso erreichte Anke Stingel bei den Allround- Reiter, und Albrecht Zängle bei den Fahrer den ORR -Meister

In dieser Schönwetterlage kam es Ende des Jahres 2000 zu Zerwürfnissen im Vorstand, in deren Verlauf der 1. Vorsitzende, Paul Schludecker, seinen Rücktritt ankündigte.

 Im März 2001 fand die nächste Jahreshauptversammlung statt, in deren Verlauf Albrecht Zängle (Oberhausen) mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Zängle bekundete seine Absicht, neben den Reit- und Springturnier auch Fahrturniere und Fuhrmannstage zu veranstalten. Das nächste Reit- und Springturnier fand bereits im August 2001 statt. Ebenfalls im August gab es ein Fahrturnier mit einem Kutschenumzug.

Zu einem Fahrturnier im Juni 2003 haben sich 40 Gespanne aus ganz Baden-Württemberg gemeldet. Ebenso fand am 01. Mai 2003 das deutsch-französische Gespannfahrer-Treffen mit etwa 70 Pferdegespanne in Altdorf statt.

Am 23.08.03 fand ein Allround- Turnier statt leider nur 20 Teilnehmer

Neben der regen sportlichen Aktivität verwirklichte der Verein ein weiteres bauliches Vorhaben. Anstelle der vom Orkan „Lothar“ zerstörten Blechhütte wurde ein Geräte- und Vorratsschuppen in Holzbauweise errichtet. Dafür stellte die Stadt wiederum das Bauholz zur Verfügung und einige Vereinsmitglieder leisteten wieder beachtliche Eigenleistungen. Der Kostenaufwand lag bei 30.600,-- Euro.

Auf ein Springturnier verzichtete der Verein im Jahre 2003 aus organisatorischen Gründen.   Am jährlichen Stockfest will sich der Reit- und Fahrverein nicht mehr beteiligen, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Sportliche Aushängeschilder des Vereines sind die aktive Springreiterinnen Verena Schieler und Nicole Mösch. Bei den Fahrern konnte Albrecht Zängle mit seinen Söhnen Timo und Christian zahlreiche gute Platzierungen einheimsen. Vereinsmeister wurde der zweite Vorsitzende Thomas Sillmann. Um den Nachwuchs ist es gut bestellt. 30 Nachwuchsreiter werden von der Reitlehrerin Fölsch betreut. 

Einen Wechsel gab es in der Person des Jugendleiters. Alfred Schweinle löste Marion Held ab.

Bei der Jahreshauptversammlung März 2004 im Reiterstüble erhielt der Vorsitzende Albrecht Zängle einen deutlichen Vertrauensbeweis und wurde für weitere zwei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Sein Stellvertreter wurde Thomas Sillmann, nachdem die bisherige zweite Vorsitzende Claudia Fölsch nicht mehr kandidierte. Sowohl Schriftführerin Lieselotte wie auch die Rechnerin Regina Berger wurden für ihre vorzügliche Arbeit sehr gelobt. Regina Berger stellte nach 10Jähriger Amtszeit ihr Amt als Rechnerin zu Verfügung.  Nachfolgerin wurde Lieselotte Zeiser, deren Amt als Schriftführerin Marion Held übernahm. 

 Mit der sportlichen Bilanz ist der Verein zufrieden, nicht hingegen  mit der wirtschaftlichen. Zur Bewältigung der umfangreichen Arbeiten beim Reitplatz und der Reithalle sollen in Zukunft Pflichtarbeitsstunden eingeführt werden. Für die Reparatur des Hallendaches, die Holzfälleraktion, Sanierung des Hallenbodens etc. waren viele Arbeitsstunden erforderlich.

 Ein besonderes Ereignis im vergangnen Jahr war das Deutsch-französische Gespannfahrertreffen. Daran beteiligten sich 49 Gespanne. Die Vorzeigereiterinnen Verena Schieler und Nicole Mösch belegten bei etlichen Turnieren hervorragende Platzierungen. Auch die 37 Nachwuchsreiter und Jugendabteilung sind sehr aktiv. Sportlich erfolgreich war einmal mehr die Fahrer des Vereines. Insbesondere Albrecht Zängle mit seinen Söhnen Timo und Christian sorgten für Trophäen. Auch der Nachwuchs ließ aufhorchen.

 Bei einem Reitturnier im August bekamen die Besucher guten Pferdesport zu sehen. Dabei präsentierte sich besonders die Jugend. Erfolgreichste Teilnehmerin war Nicola Hauer, RV Lahr, die auf „Lucky Lady“ das Springen der Klasse M und das Punktespringen Klasse L gewann.

2005

In der Generalversammlung am 13.03.05 wurden für 10-jährige Mitgliedschaft geehrt: Nicole Mösch, Nobert Mösch, Edgar Bertsche, Meinrad Weber, Michael Berger, Jörg Laubis, Dirk Schludecker, Eugen Zipse.

Im August begann man mit dem Bau des neuen Sattelplatzes, die Dachbinder erwarb man vom Roten Kreuz in Ettenheim für 200 Euro, welche von Thomas Sillmann gespendet wurden.

2006

Bei der Generalvers. 2006 gab es keine Veränderungen, aber es stand ein großes Fest vor der Tür. Fünfzig Jahre Reitverein wurde am 29.04.06 in der Münchgrundhalle gefeiert. Es kamen ca. 200 Gäste um mit uns zu feiern.

Geehrt wurden mit einem Ehrenteller für treue Dienste und 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft  Eugen Müller und Karl Rietsche. Die Goldene Vereins- Ehrennadel erhielten Willi Sackmann, Hugo Schlager, Walter Drexler, Karl Hunn, Erich Biehler u. Berthold Geiger.

 Mit der Silbernen Vereins- Ehrennadel ausgezeichnet wurden Gerhard Striegel, Paul Berner, Willi Brogle und Hansjörg Herr.

Auch der erste Vorsitzende Albrecht Zängle erhielt von den Mitgliedern ein Buch als Dankeschön!

Umrahmt wurde der Abend durch zwei Auftritte des Ballets vom FSV Altdorf.

Zwei Tage nach der Jubiläumsfeier trat Thomas Sillmann als 2.Vorstand zurück.

Im Juni fand wieder ein Fahrturnier statt. Das zweite Western Turnier wurde im August durchgeführt.

Bei der ORR in Offenburg wurden im Fahren der 1.und 2.  Platz von Timo u. Christian Zängle belegt.

Wie alle Jahre seit 2003 kam der Nikolaus am 5 Dez. nicht auf den Adlerplatz, sondern in die Reithalle.

2007

Nach einigen Verhandlungen begann am 8 Feb. die Fällaktion der Pappeln zwischen der Reithalle und dem neuen Stall. Es waren 48 Bäume zu fällen. Dass es an der Zeit war, erkannte man erst, als alle Bäume am Boden lagen. Gerade mal 6 Bäume waren noch gesund . Am Samstagnachmittag, den 10.Feb. war alles bis auf die Aufräumarbeiten  soweit fertig.

Bei der Generalversammlung im März wurde Otto Berger als Nachfolger von Thomas Sillmann gewählt und für Marion Held übernahm Sabine Wagner das Amt der Schriftführerin.

Wie jedes Jahr gab es nach Pfingsten ein Fahrturnier und bereits zum 3. Mal im Juli das Westernturnier.

Ende Juli starteten Sabine Wagner und Karin Barz einen Wanderritt an den Bodensee und erreichten nach 5 Tagesetappen von 30-40 Kilometern und einem Ruhetag dazwischen ihr Ziel in Sipplingen.

Im Okt. bei den ORR Ringmeisterschaften holte sich Timo Zängle sowohl bei den Einspännern wie auch bei den Zweispännern den 1. Platz. Albrecht Zängle wurde Dritter. Seit 1999 war das Treppchen immer mit ein oder zwei Altdorfern besetzt.

2008

Bei der Generalvers. im März wurden Albrecht Zängle als 1.Vorstand u. Otto Berger als 2.Vorstand wiedergewählt, ebenso Lieselotte Zeiser als Rechnerin, Sabine Wagner als Schriftführerin, Franziska Sillmann u. Thomas Röderer als Beisitzer. Neu im Vorstand ist Markus Boßhart als Beisitzer. Im April wechselte man die alten Holzbalken um den Abreiteplatz und an der Halle gegen verzinkte Rohre aus, die man von Klaus Ohnemus günstig erwerben konnte.. Beim Fahrturnier im Mai konnte Timo Zängle die Geländeprüfung für sich entscheiden, er war 3. im Kegelfahren und 4. in der Kombiwertung. Lena Sillmann belegte in der Dressur den 2. Platz und im Kegelfahren den 3 Platz. neu seit 4.5.10: Das Westernturnier im Juli wurde zum ersten Mal an zwei Tagen ausgerichtet. Im August wurde der komplette Hallenboden gegen Sand ausgetauscht, was sich leider trotz vieler Pflege nicht bewährte und erst im Sommer 2009 konnte durch die Beimischung von Textilschnitzeln wieder ein gutes Ergebnis erreicht werden. Außerdem wurde der neue größere Mistabladeplatz zwischen den Ställen fertig gestellt. Hauptsächlich durch die von Silke Schneider seit Oktober 2007 angebotenen Reitnachmittage konnte der Verein in diesem Jahr erfreulicherweise 19 neue Jugendliche dazu gewinnen.

2009

Auch in diesem Jahr wurden Fahr- und Westernturnier durchgeführt. Erfolgreich für den Verein starteten in der Dressur Anke Stingl, sowie im Fahren Albrecht und Timo Zängle. Erfolgreichste Starterin war Lena Sillmann, die sowohl Ringmeisterin der Einspänner, als auch Baden-Württembergische Jugendcup Siegerin wurde und im Bundesvergleichswettkampf Junioren und junge Fahrer Klasse A in Sachsen einen 4. Platz erreichte. Auf dem Dach der Reithalle wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Am 31. Oktober trat der langjährige 1. Vorstand Albrecht Zängle mit sofortiger Wirkung zurück, da er auf Grund verschiedener Vorkommnisse seine Unterstützung durch die Vereinsmitglieder nicht mehr gegeben sah. Seine Aufgaben wurden vom zweiten Vorstand Otto Berger übernommen.

2010

Am 6. Januar fand im Freien für die Helfer ein Wintergrillfest statt. Der Abend endete leider sehr unerfreulich, als nach dem Löschen des Grillfeuers an anderer Stelle plötzlich das Strohlager und der Traktor von Willi Brogle in Flammen auf ging. Zum Glück wurde der Brand umgehend bemerkt und durch die Feuerwehr Schlimmeres verhindert. Übers Jahr organisiert wurden: Der Ab- und Wiederaufbau des verbrannten Strohlagers, die Installierung der Solaranlage auf dem unteren Stall im Juni, dann im Juli das Westernturnier. Zum Ende des Schuljahres fanden auf der Reitanlage 4 Projekttage der Heimschule statt. Dabei war auch Schulpferd Grandeur eingesetzt, der seit Mai dem RV gehört und seinen Unterhalt durch Reitbeteiligungen und Unterricht verdient. Auch dieses Jahr wurde der Reitverein, der hauptsächlich aus Freizeitreitern besteht, auf Turnieren repräsentiert durch Anke Stingl mit den Pferden Raziell und Dhana in der Dressur und Lena Sillmann, die mit Condor bei zahlreichen Fahrturnieren vordere Plätze belegte, Ringmeister der Klasse A in Offenburg wurde und auch im Dreiländerkampf Deutschland, Frankreich, Schweiz in der Klasse S einen 1. Platz belegte. im Dezember war die Nikolausbescherung wieder ein schöner Abend mit einer gelungenen Aufführung, bei der viele Jugendliche und Erwachsene beteiligt waren.